Chapron

Der 1886 geborene Henri Chapron gründete sein Karosseriebauunternehmen 1919 im Pariser Vorort Levallois-Perret. Bis in die vierziger Jahre hinein baute Chapron Sonderaufbauten für Talbot, Delage und Delahaye. Als in den fünfziger Jahren die drei Nobelmarken aufhörten zu existieren, legte Chapron seinen Fokus auf Citroen.

Die ersten von Chapron gekauften und umgebauten Citroen DS waren die Decapotable genannten Cabrios. Ab 1961 intensivierte sich die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. In den Jahren 1961 bis 1971 wurden die bei Chapron gebauten, Usine genannten, Cabriolets über das Händlernetz von Citroen vertrieben, insgesamt entstanden 1.365 Fahrzeuge. Zusätzlich zu diesen „Werkscabriolets“ entstanden etwa 120 Chapron-Cabriolets, diese unterschieden sich signifikant von den Usine, unter anderem im Dachaufbau, im Bereich der Windschutzscheibe und der Heckpartie. Zusätzlich zu den Cabriolets entstanden auch einige Coupes auf DS Basis, diese „Le Paris, Concorde, Le Léman und Le Dandy“ genannten Modelle brachten es allerdings nur auf rund 100 Einheiten. Noch seltener sind die auf DS Basis gebauten Majesty und Lorraine genannten Limousinen, von ihnen entstanden nur insgesamt 29 Exemplare.

ds-chapron-berlinechapron

Auf Basis des 1970 debütierten SM entstanden sieben Cabriolets, Mylord genannt, und acht Speziallimousinen mit dem Namen Opera. Neben den DS Cabriolets ist Chapron vor allem für die auf DS und SM Basis gebauten Staatslimousinen bekannt, die bis in die neunziger Jahre in Benutzung waren. Nach dem Tod des Firmengründers Henri Chapron 1978, führte seine Witwe das Unternehmen bis zur Insolvenz 1985 weiter.

 

Chapron le Caddy

 

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